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June 15, 2026

Wissen Sie, was Ihr Strom letzte Woche tatsächlich gekostet hat, Stunde für Stunde? Nicht der Betrag auf der Monatsrechnung. Sondern der tatsächliche Day-Ahead- und Live-Großhandelspreis. Sie werden überrascht sein.

Betrachten Sie den Rhythmus. Die Day-Ahead-Marktpreise erreichen morgens und abends Spitzenwerte von 150–200 €/MWh und fallen dann mittags ab. Jeden Tag auf null. Und an einigen Tagen sogar darunter. Dieses Muster wiederholt sich Tag für Tag.
Der mittägliche Preiseinbruch ist solarbedingt. Wenn die Sonne scheint, wird das Netz mit erneuerbarer Energie gefüllt. Das Angebot übersteigt die Nachfrage, und der Preis fällt. Buchstäblich jeden Tag ist Strom um die Mittagszeit (fast) kostenlos.

Was geschah in Deutschland über Ostern 2026? Der daay-Ahead Preis berührte nicht nur die Nulllinie. Er wurde stundenlang über das gesamte Feiertagswochenende hinweg tief negativ und erreichte Tiefstwerte um €130/MWh. Ein negativer Preis bedeutet genau das, wonach es klingt: Der Markt bezahlt Verbraucher dafür, Strom abzunehmen. Auf dem Intraday-Markt war es sogar noch extremer: Der Preis erreichte um 15:00 Uhr -324 €/MWh.
Day-Ahead-Markt vs. Intraday-Markt:
Warum so extrem negative Preise? Fabriken und Büros waren wegen des Feiertags geschlossen, sodass die Nachfrage einbrach. Das Wetter war sonnig, daher stieg die Solarstromproduktion stark an. Da weitaus mehr Strom produziert wurde, als das Netz aufnehmen konnte, zogen es die Erzeuger vor, für den Verbrauch zu zahlen, anstatt ihre Anlagen abzuschalten. Eine Flotte, die an diesem Wochenende geladen wurde, tankte nicht nur kostenlos. Sie wurde dafür bezahlt, aufzutanken.
Negative Preise sind häufiger, als man vielleicht denkt. Im Jahr 2025 gab es in Deutschland an 573 von insgesamt 8.760 Stunden negative Preise am Day-Ahead-Markt. Das sind 6,5 % des Jahres – und 25 % mehr als im Jahr 2024, der Trend ist also eindeutig.
Der Energie- bedarf einer Flotte ist fix. Jedes Fahrzeug benötigt eine bestimmte Anzahl an kWh, um seine Routen zu fahren. Aber wann diese Energie geliefert wird, ist flexibel. Fahrzeuge stehen über Nacht und zwischen den Schichten für vorhersehbare Zeitfenster still.
Diese Flexibilität ist die eigentliche Chance. Schließen Sie um 18 Uhr an und laden Sie mit voller Leistung, und Sie kaufen am oberen Ende der Kurve. Verlegen Sie denselben Ladevorgang in die Mittags- oder Nachttiefs, und Sie kaufen am unteren Ende. Oder Sie werden sogar für das Tanken bezahlt. Gleiche Energie. Wild unterschiedliche Kosten.
"Aber ich kann meine Lkw mittags nicht laden – sie sind unterwegs!" Das hören wir oft. Nun, es gibt eine einfache Lösung: Fügen Sie Batterie-Energiespeicher (BESS) zu Ihrem Depot hinzu. Er lädt während der günstigen Stunden und versorgt dann Ihre Lkw, wann immer diese zurück sind. Unsere TCO-Analysen zeigen durchweg, dass der wirtschaftliche Nutzen von BESS sogar größer ist als der von zusätzlichen Solarmodulen. Sie können Ihre eigene Lkw-TCO-Analyse mit unserem kostenloses Tool hier.
Die günstige Energie ist bereits im Netz. Sie ist fast täglich, am helllichten Tag, verfügbar. An manchen Tagen zahlt Ihnen das Netz sogar dafür, dass Sie sie abnehmen.
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