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Networking 101: Wie Batteriespeicher, Solar und Ladeinfrastruktur im Flottendepot kommunizieren

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March 23, 2026

Dies ist Teil 2 einer Serie zur Verwaltung des gesamten Energiestapels in Flottendepots. Teil 1 hat erklärt, warum das Laden von Elektrofahrzeugen, Batteriespeicher und Solarenergie als ein System verwaltet werden müssen — nicht als drei.

Du hast entschieden: Das Depot wird smarter. Ladegeräte, Batterie, Solaranlage auf dem Dach. Jetzt kommt die eigentliche Frage: Wie bringt man das alles zusammen?

Genau hier scheitern die meisten Depotprojekte.

Drei Analgen, drei verschiedene Sprachen

Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher (BESS) und Solarwechselrichter kommen aus verschiedenen Industrien — mit verschiedenen Kommunikationsstandards. Sie reden unterschiedliche Sprachen.

Fleet Depot Assets: Protokolle und Konnektivität

OCPP ist der Standard für Ladeinfrastruktur. Permanente Verbindung zum Backend, Echtzeitbefehle für Autorisierung, Smart Charging und Fernsteuerung. Wer heute kommerzielle Ladegeräte kauft, bekommt OCPP.

Modbus TCP/RTU ist die Sprache der meisten BESS- und Solarwechselrichter. Industrieautomation, zuverlässig, vollständig lokal. Modbus erreicht das Internet nicht von alleine. Etwas vor Ort muss es auslesen und steuern.

Die meisten BESS- und Wechselrichter-Hersteller setzen SunSpec auf Modbus auf: standardisierte register, die Multi-Vendor-Integration deutlich vereinfacht.

MQTT ist die moderne Alternative, die zunehmend bei Batterien und Edge-to-Cloud-Kommunikation Einzug hält. Wo Modbus abfragt, pushed MQTT. Leichtgewichtig, niedrige Latenz, bei neuerer Hardware immer häufiger anzutreffen.

Der Übersetzer

Keines dieser Protokolle redet von Haus aus mit den anderen. Du brauchst etwas vor Ort: einen Edge-Controller, der Modbus von Batterie und Wechselrichter liest, Ladegeräte per OCPP steuert, MQTT verarbeitet und gleichzeitig eine Verbindung zur Cloud-Plattform hält.

Die AmpEdge ist der Übersetzer, der die BESS-Integration ohne "custom engineering" für jeden einzelnen Standort ermöglicht.

Sebastian Föhst, Principal Solutions Engineer bei Ampcontrol

Die AmpEdge sitzt im Schaltschrank, spricht alle drei Protokolle, steuert alle Anlagen und liefert einen einheitlichen Datenstrom an die Ampcontrol-Plattform. Lademanagement, Energiemanagement und Flottenintelligenz — alles auf einer gemeinsamen Sicht des Standorts.

Die physische Konnektivität

Die richtigen Protokolle sind die halbe Miete. Was echte Depot-Deployments zusätzlich lehren:

Flottendepot-Anlagen: Kontrolle und Standardisierung

1. Während des Baus: Glasfaser planen

Auf großen Logistikstandorten liegen Anlagen schnell 500 Meter auseinander: Dispenser verteilt über den Hof, BESS beim Trafo, Solarwechselrichter am Dachanschluss. Wenn die Distanzen zu groß für Ethernet oder RS-485 sind: Glasfaser verlegen — oder zumindest Leerrohre. Spart erheblichen Aufwand bei Nachrüstungen.

Unsere Managed-VPN-Dienste verbinden Solar, Batterie und Ladegeräte auch über große Depots hinweg über einen gesicherten Tunnel — auch wenn kein Ethernet oder Glasfaser verfügbar ist.

Dr.-Ing. Jonas Schlund, CPO bei Ampcontrol

2. Managed Network in Betracht ziehen

Große Betreiber haben hohe Sicherheitsanforderungen. OT-Netz (Ladegeräte, Batterie, Wechselrichter) muss oft vollständig vom Unternehmens-LAN getrennt sein. Ein Ampcontrol Managed Network beschleunigt die Inbetriebnahme erheblich — kein Corporate-IT-Involvement, keine Anpassung von IT-Richtlinien.

3. Redundancy by Design

Viele Standorte hängen an Mobilfunk-SIM-Karten für die Cloud-Anbindung. Empfehlung: redundante SIMs verschiedener Anbieter mit automatischem Netzwerkwechsel. Und entscheidend: Fällt die Verbindung aus, muss der lokale Controller eigenständig weiterlaufen. Fahrzeuge laden nach Plan, die Batterie arbeitet weiter — nichts wartet auf eine Cloud-Anweisungen.

Wie es in der Praxis aussieht

Ein typisches Flottendepot:

  • 2× DC-Power Cabinet + Dispenser von zwei verschiedenen Herstellern, beide per OCPP über Ethernet am zentralen Switch
  • 500 kWh BESS. SunSpec/Modbus TCP, am Schaltschrank angeschlossen.
  • 2 MW Solaranlage auf dem Dach, begrenzt auf 1 MW Netzexport. SunSpec/Modbus TCP über den Solarwechselrichter.
  • 1 MW Netzanschluss
  • AmpEdge im Schaltschrank, steuert beide Ladegeräte-Hersteller per OCPP, liest und regelt BESS und Solar per Modbus TCP, verbunden mit der Ampcontrol Cloud per Mobilfunk-VPN.
Typische Kommunikationsarchitektur

Ampcontrol sieht zu jedem Zeitpunkt:

  • wie viel die Sonne erzeugt
  • wie viel kann tatsächlich exportiert werden
  • wie viel Netzkapazität ist frei
  • was ist der BESS-Ladezustand
  • was jedes Ladegerät macht
  • welche Fahrzeuge laden
  • und wenn sie abfahren müssen.

Optimierung über alle Anlagen. In Echtzeit. Das ist es, was integriert wirklich bedeutet.

Dies ist Teil einer Serie darüber, wie Ampcontrol den gesamten Energiestapel in Flottendepots verwaltet. Als Nächstes erklären wir, welche spezifischen Anwendungsfälle für die Energieoptimierung diese Integrationen ermöglichen und wie sie auch in vollständig inselbetriebenen Mikronetzen zum Laufen gebracht werden können.

Teil 1: Warum Ihr Flottendepot eine Plattform für das Laden von Elektrofahrzeugen, Batterien und Solaranlagen benötigt
Teil 2:
Networking 101: So verbinden Sie Batteriespeicher, Solar- und EV-Ladegeräte
Teil 3: [Demnächst] Batterie und Solarenergie in Flottendepots: Eigenverbrauch, Peak Shaving und EV Ladeboosting erklärt
Teil 4: [Demnächst] Inselnetze: Drop-Control, netzbildende Wechselrichter, Schwarzstart und Frequenzregulierung erklärt

Authored by

Jonas Schlund
Jonas Schlund ist Chief Product Officer und Gründungsmitglied von Ampcontrol, einem KI-gestützten Softwareunternehmen, das kommerzielle Standorte und Flotten bei der Elektrifizierung unterstützt. Er leitet die Produktstrategie, Lösungen, Markteinführung und Partnerschaften und treibt die Entwicklung von Ampcontrol zu einer einheitlichen Plattform für Lademanagement, Energiemanagement und Flotteninformationen für Elektrofahrzeuge voran. Schlund ist ein leidenschaftlicher Experte für Elektrofahrzeuge und Energie mit einem Doktortitel in Informatik (Dr.-Ing.). Er ist eine aktive Stimme im Bereich Elektrofahrzeuge und schreibt über seine Ansichten zum intelligenten Laden, zur Interoperabilität mit Netzbetreibern und zur Zukunft der Flottenelektrifizierung.
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Tags:
Energieintegration im Flottendepot, OCPP, Modbus, MQTT, EV-Ladegerät, BESS, Integration, Edge-Controller, EV-Laden, SunSpec, Modbus TCP, intelligentes Ladedepot, Flottenenergiemanagement, Solarwechselrichter, Konnektivität
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